Verein der Freunde und Förderer der Kindertagesstätte St.Antonius
Verein der Freunde und Förderer der Kindertagesstätte St.Antonius

Konzeption der Kita St. Antonius

Lage, Gebäude und Struktur der Kindertagesstätte


Unsere Kindertagesstätte befindet sich in Potsdam Babelsberg auf dem Grundstück der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius.
Neben unserem gemütlichen Garten mit Spielplatz, alten Obstbäumen und Wiese bietet auch der Pfarrhof viele Möglichkeiten und Platz für Spiel und Bewegung. In der näheren Umgebung laden Gartenanlagen, Spielplätze und der Babelsberger Park zu Ausflügen ein.
Unsere Einrichtung ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn, Tram und Bus) sowie dem Auto zu erreichen. Viele Kinder aus der näheren Umgebung kommen mit dem Fahrrad in die Kita.

 

Unser Haus bietet in hellen und freundlichen Räumen Platz für 85 Kinder.
Je zwei Räume bilden eine Einheit, in der Materialien und Möglichkeiten zum Spielen und Lernen für alle Bildungsbereiche zu finden sind.
Neben den Räumlichkeiten für die einzelnen Gruppen finden sich Spiel- und Lernangebote in unserer kleinen Werkstatt, im Essen- und Mehrzweckraum, dem Sportraum und in den Fluren.

85 Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren finden Platz in unserer Kindertagesstätte. Die Kinder werden in vier altersgemischten Gruppen in unsere Kita aufgenommen und gefördert.
Im Jahr vor der Einschulung wechseln die Kinder innerhalb des Hauses in die „Wackelzahngruppe“. Die Kinder der Hortgruppe werden nach der Schule bei den Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung unterstützt.
 

Unser Raumkonzept bietet den Kindern mit den Gruppenräumen einerseits Sicherheit und Verlässlichkeit, durch deren Öffnung aber auch immer neue Möglichkeiten der Erkundungen und Herausforderungen. Die Kinder lernen schnell sich zu orientieren und nutzen die Bildungsangebote im ganzen Haus.

 

Träger


Träger unserer Kindertagesstätte ist die katholische Kirchengemeinde St. Antonius, vertreten durch den Kirchenvorstand. Unsere Einrichtung besteht seit 1923.

 

Leitbild


„Jeder ist von Gott geliebt und einmalig“

Wir verstehen uns als Teil der Katholischen Kirchengemeinde „St. Antonius“.

Hier können Christen und Nichtchristen einander begegnen und sich als einen wichtigen Teil der Gemeinschaft erleben.

Christliche Werte prägen unser Miteinander. Der Glaube wird im Alltag und durch Feste und Feiern des Kirchenjahres erfahrbar gemacht.

Die Kinder mit ihren Familien sollen sich angenommen und wohl fühlen, das setzt gegenseitiges Vertrauen und Beständigkeit voraus.

Normen und feste Regeln bieten den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit und somit bestmögliche Bedingungen zur Förderung ihrer Kompetenzen.

Unsere Kindertagesstätte versteht sich als eine familienergänzende Einrichtung. Eltern sind unsere Erziehungspartner, denen wir beratend und unterstützend zur Seite stehen.

Jeder Mitarbeiter ist in seinem Wirkungskreis für Qualität verantwortlich, dabei stehen die individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes an erster Stelle.

Die Arbeit der Mitarbeiter ist geprägt durch eine hohe Identifikation mit der Einrichtung. Sie bilden sich weiter und tragen durch ihre Ideen und Fachkompetenz zur ständigen Verbesserung der Qualität bei.

 

 

Pädagogische Grundsätze und unsere Ziele


Religiöse Grunderfahrungen und Wertevermittlung


Jeder Mensch, gleich welcher Konfession oder Weltanschauung, ist von Gott geliebt und einzigartig.

Unsere Kita ist offen für Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen und Weltanschauungen. Unser Ziel ist es, den christlichen Glauben, Gottes Nähe, sein bedingungsloses „Ja“ zu allen Menschen erfahrbar zu machen.

Im täglichen Miteinander vermitteln wir christliche Werte wie Verzeihen, Teilen, Achtung vor Mensch und Schöpfung. Als Suchende sind wir gemeinsam mit den Kindern unterwegs und versuchen Antworten auf die Fragen des Lebens aus Sicht unseres Glaubens zu geben.

Christliche Lieder und Gebete begleiten uns durch den Tag. Dank und Gottes Segen sind selbstverständlicher Bestandteil unseres Miteinanders. Die Tisch- und Morgengebete drücken dies aus. Einmal wöchentlich bieten wir den Kindern einen religiösen Morgenkreis an. In dieser Katechese bringen wir ihnen z.B. biblische Geschichten anschaulich nahe. Die Jungen und Mädchen werden zur Beteiligung und Ausgestaltung der Geschichte in Wort und Tat eingeladen. Sie legen u.a. meditative Bodenbilder und werden angeregt, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. Sie können sich mit Menschen der Bibel und den Heiligen der Kirche identifizieren. Die Geschichten eröffnen ihnen Handlungsmöglichkeiten und bereiten die Jungen und Mädchen so auf eigenes Handeln vor. Sie lernen, eigene Erfahrungen und Konflikte zu deuten und zu bewältigen. Intergration, Wertschätzung und Nächstenliebe sind aktuelle und zentrale Themen der Bibel und der Kirche.

Es besteht ein enger herzlicher Kontakt zwischen der Kita und dem Pfarrer. Gemeinsam gestalten wir den Jahreskreis, der durch die katholischen Feiertage geprägt ist. Die Feste bieten den Kindern Orientierung im Jahr. Die Kinder erleben sich als Teil der Gemeinschaft und Beteiligte bei der Vorbereitung und Gestaltung der Feste. Wir finden Möglichkeiten, die Kinder mit der Tradition der Kirche, christlichen Ritualen und Symbolen vertraut zu machen. 
Durch die räumliche Nähe lernen die Kinder das Kirchengebäude und Gemeinde wie selbstverständlich kennen. Sie erleben die Kirche als einen Raum der Stille, der Geborgenheit und der Freude.

In den regelmäßigen Begegnungen mit alten Menschen z.B. beim Rentnerkaffee erleben die Kinder ein Miteinander von verschiedenen Generationen, Wertschätzung und Verständnis füreinander. Das jährliche Krippenspiel und ein Singspiel mit christlichem Inhalt sind selbstverständlicher Teil unserer christlichen Erziehung.

 

Soziales Leben


Sich Wohlfühlen und Vertrauen sind wichtige Vorraussetzungen für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und für das Erlernen sozialer Kompetenzen.

In unserem Haus geben wir jedem Jungen und Mädchen Anerkennung und Wertschätzung. Die Kinder erfahren, dass sie mit ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten angenommen sind.

Sie erleben sich in einer Gemeinschaft unterschiedlichen Alters, verschiedener Charaktere, mit vielfältigen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Sie lernen, sich in der Gruppe zurecht zu finden, eigene Gefühle und Wünsche zu äußern.

Wir sensibilisieren sie für ihre eigenen und die Interessen und Bedürfnisse anderer. Soziale Kompetenzen wie einander annehmen, aufeinander eingehen und Konflikte lösen erlernen die Kinder vor allem im selbstorganisierten Spiel. Mit gezielten , auch geschlechts- und herkunftsspezifischen Angeboten wie Geschichten, Gesellschaftsspielen, Puppentheater und Aufgreifen von sozialen Themen unterstützen wir die Kinder in ihrem Bildungsprozess. Familienfotos jedes Kindes im Gruppenraum, Rückzugsmöglichkeiten, Rollenspielzubehör und eine Vielfalt von anregenden Materialien dienen der Entwicklung persönlicher Beziehungen.

Durch das Vermitteln von Werten wie Rücksichtnahme und Toleranz fördern wir ein gutes Miteinander. Das Aufstellen und Einhalten von Regeln gibt den Kindern Sicherheit im Alltag.

Das Zusammenleben in der Altersmischung ermöglicht es Mädchen und Jungen ihre Einzigartigkeit zu entdecken und fördert Verständnis und Rücksichtnahme füreinander. Die Kinder lernen füreinander zu sorgen, Hilfe anzunehmen und zu geben.

Eine besonders intensive Gruppenerfahrung machen die älteren Kinder bei unserer jährlichen Fahrt nach Zinnowitz. In diesen 10 Tagen werden Freundschaften gepflegt und vertieft. Wertvolle Erfahrungen des intensiven Miteinanders und der Selbstständigkeit während der Fahrt stärken die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Eigenständigkeit.

 

Musik und Rhythmus


Singen und Musizieren ist ein Ausdruck von Lebensfreude. Viele von uns spielen ein Instrument und singen im Chor. Wir möchten unsere Begeisterung für Musik an die Kinder weitergeben.

Lieder begleiten uns durch den ganzen Tag. Singen zum Beispiel im Morgenkreis, vor dem Mittagessen und auch beim Spazieren gehen bereichert den Alltag. Häufig begleiten wir die Lieder mit Instrumenten (Flöte, Gitarre, Klarinette, Mandoline, Akkordeon, Klavier). Wir regen die Mädchen und Jungen an, Rhythmusinstrumente wie Triangel, Klanghölzer, Rassel, Trommel, Glockenspiel und Xylophon eigenständig zu nutzen. Die Kinder haben jederzeit Zugang zu Orffschen Instrumenten.

Es gibt regelmäßige Musikangebote mit Bewegungs- und Tanzspielen, Rhythmik und Märchenliedern. Das Erfahren von körpereigenen Geräuschen wie klatschen, stampfen, schnalzen unterstützt die Kinder in ihrer Identitätsfindung.

Wir erweitern das Musikverständnis der Kinder durch das gezielte Hören von verschiedenen Musikstilen (Kinderlieder, Klassik, moderne Musik). Zum Ausruhen oder Einschlafen nutzen wir ruhige Klänge. Bei Sport und Spiel regen wir die Kinder an, sich nach Musik zu bewegen. 
Musikalischen Höhepunkte sind das Musical zum Oma- und Opa-Tag und das Krippenspiel, welche wir über einen längeren Zeitraum mit unterschiedlichen didaktischen Methoden mit den Kindern erarbeiten und proben. Hier führen die Kinder die erlernten Lieder unter Einbeziehung der körpereigenen und Orffschen Instrumente auf.

Das musikalische Gemeinschaftserlebnis und die Erfahrung, seine Gefühle mittels Tönen ausdrücken zu können, stärken die Kinder in besonderer Weise in ihrem Selbstbewusstsein. 
Auch jüngere Kinder sind schnell textsicher und fördern damit ihre Sprachentwicklung. 
Bei Festen und Feiern erleben die Kinder Eltern und Erzieherinnen musizierend und tanzend. 
Die älteren Kinder nutzen die Gelegenheit, Konzerte und Musikveranstaltungen außerhalb der Kita zu besuchen.

In unserer Kita besteht zusätzlich die Möglichkeit, an der Frühförderung der Musikschule teilzunehmen.

Durch die musikalische Praxis in unserer Kita werden die Kinder in ihrer geistigen, seelischen und emotionalen Entwicklung positiv beeinflusst.

 

Sprache, Kommunikation und Schriftkultur


Sprache ist das Fenster zur Welt. Sprache befähigt uns, soziale Kontakte zu knüpfen, unsere Bedürfnisse zu äußern, die Welt zu erkunden und Konflikte zu bewältigen. Sie ist Vorraussetzung für eine gesunde geistige und emotional-soziale Entwicklung.

Unsere Räume und Spielmaterialien bieten vielfältige Anregungen und Möglichkeiten zum Sprachgebrauch. Fotos, Bilder, Kalender und Spiele, Bücher zu allen Themen des Lebens regen zum Deuten und Benennen, zum Austausch und Gespräch an. Besonders positiv werden die Fotowände genutzt, mit der sich jedes Kind zu Beginn der Kindergartenzeit vorstellt.

Spielecken und –materialien laden die Kinder zum Rollenspiel und Kommunizieren ein. 
Aktuelle Dokumentationen durch Fotos und Arbeiten der Kinder ermöglichen den Jungen und Mädchen einen täglichen Austausch und animieren sie zur sprachlichen Wiedergabe ihrer Erfahrungen und des Tagesgeschehens.

Jedes Kind erhält bei uns direkte Zuwendung, individuelle Ansprache und Ermutigung. In den täglichen Morgenkreisen motivieren wir die Kinder zum Sprechen und Hören.

Zeiten zwischen Aktionen, vor dem Essen oder beim An- und Ausziehen nutzen wir gezielt, um die Freude am Hören, Sprechen und Wiederholen zu wecken. Dabei setzen wir ein großes Repertoire an Liedern und Fingerspielen ein. Reime, Märchen, Klang- und Bewegungsgeschichten ermöglichen den Kindern einen lustbetonten Zugang zu unserer Sprache in ihrer Vielfalt.

Symbole, Buchstaben und Namensschilder in unserer Kita regen die Jungen und Mädchen frühzeitig an, die Welt der Buchstaben und Texte kennen zu lernen und sich mit der gesprochenen und geschriebenen Sprache auseinanderzusetzen. Bei Spaziergängen und Ausflügen sensibilisieren wir die Kinder für Schrift und Symbole.

Die Kindergartenkinder erleben am Nachmittag, wie unsere Hortkinder lesen und schreiben lernen und werden so neugierig gemacht.

Ein Jahr vor der Einschulung wird bei allen Kindern der Sprachstand mit Hilfe des Einschätzungsbogens „WESPE“ und des Sprachtests „KISTE“ festgestellt. Wir stellen sicher, dass Kinder mit einem Sprachförderbedarf in Kleingruppen von uns gefördert werden. 
In unserer Einrichtung besteht die Möglichkeit gegen Gebühren an einem Englischkurs der Sprachschule teilzunehmen.

 

Körper, Bewegung und Gesundheit


Den eigenen Körper mit seinen Möglichkeiten gut kennen und nutzen können ist Grundlage und Motor für eine gesunde Entwicklung.

Mit Spielen, Tänzen und Projekten fördern wir das Bewusstsein der Kinder für ihren Körper. Spielerische Übungen wie Riechen, Schmecken, Tasten und Hören ermöglichen den Jungen und Mädchen eine intensive Erfahrung ihrer Sinne. Die kindliche Körperwahrnehmung sensibilisieren wir durch Massagen und Entspannungsgeschichten. In Bewegungsliedern lernen die Kinder ihre Körperteile zu benennen.

Zur Entwicklung feinmotorischer Fähigkeiten regen wir die Kinder mit kreativen Bastelangeboten, Steck- und Fädelspielen an. Selbstständig nutzen sie gerne verschiedenste Materialien wie Knete, Wassergefäße und Pipetten, Schwämme und Getreidemühlen.

Sport und Bewegung sind wichtig für eine gesunde geistige und emotionale Entwicklung. 
Die Freude an verschiedenen Bewegungen wie Rennen, Springen, Rollen, Schlendern und Hopsen fördern wir durch gemeinschaftliche Kreis- und Tanzspiele und regelmäßige gezielte Sportangebote im Turnraum.

Unsere Raumausstattung und Materialien wie beispielsweise Balancierscheibe, Seile, Fahrzeuge und unterschiedliche Elemente für Bewegungsbaustellen regen die Kinder an, verschiedene Bewegungsabläufe selbst auszuprobieren. Dabei lernen sie viel von und miteinander.

Vielfältige bewegungsfördernde Angebote stehen den Jungen und Mädchen auf unserem Außengelände zur Verfügung. Der Berg lädt zum Rennen und Kullern, im Winter zum Rodeln ein. Schaukel, Wippe und Trampolin trainieren besonders den Gleichgewichtssinn. Neben den unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln gibt es auch eine Vielzahl von Kletterherausforderungen zu erobern.

Wir geben den Kindern die wichtige Gelegenheit ihre Kräfte auszuprobieren und zu messen. Dabei dürfen und sollen sie auch bis an ihre eigenen körperlichen Grenzen kommen können. Durch Sport und Wettspiele motivieren wir alle Kinder sich motorischen Herausforderungen in der Gemeinschaft Gleichaltriger zu stellen. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse. Regelmäßig nehmen die älteren Kinder unserer Einrichtung an Fußballturnieren teil. Sie sammeln Mannschaftserfahrungen beim gemeinsamen Training. Unser Bewegungsangebot erweitern wir mit dem Entdecken anderer Spielplätze, durch Spaziergänge und Ausflüge.

Wir achten auf tägliche Bewegung an frischer Luft, auch bei „Wind und Wetter“. Zeiten für Anspannung und Entspannung stehen in einem ausgewogenen Wechsel. 
Ungesüßter Tee, Wasser und Saftschorle stehen den Kindern ganztägig zur Verfügung. Zur Unterstützung der gesunden Ernährung gibt es am Vormittag eine Pause, in der wir frisch zubereitetes Obst und Gemüse in gemütlicher Atmosphäre anbieten. Wir respektieren die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder beim Essen und Trinken durch eigenständiges Portionieren. Obst aus dem eigenen Kita-Garten verarbeiten wir mit den Kindern zu Saft, Kompott und Kuchen.

Das Mittagessen ist abwechslungsreich und kindgerecht. Es wird schonend und ohne künstliche Zusatzstoffe zubereitet. Zu 40% wird biologisch angebautes Obst und Gemüse verwendet.

Wir achten bei den Jungen und Mädchen auf Hygiene und Körperpflege, dazu gehört gründliches Händewaschen und regelmäßiges Zähneputzen. Die jährliche Prophylaxe in der Kita durch eine Zahnärztin trägt für Kinder und Eltern zum Bewusstsein der Gesunderhaltung bei.

 

Mathematik und Naturwissenschaften


Unser Ziel ist es, logisches Denken und das Erkennen von Zusammenhängen zu fördern und den Kindern eine Vorstellung von Mengen, Formen und Farben zu vermitteln.

Durch ein vielfältiges Materialangebot regen wir die Kinder an, sich mit mathematischen Grunderfahrungen auseinderzusetzen.

Uhren, Messlatten, Waagen und Bausteine bieten den Kindern Möglichkeiten zum Vergleichen und Sortieren. Die Kinder bekommen durch verschiedenste Anregungen im Alltag eine Vorstellung von Zahlen, z.B. beim Tischdecken, beim Zählen der Kinder im Morgenkreis, durch die Zahlen auf unseren Treppenstufen, Rückwärtszählen bei der Geburtstagsrakete…Lege- und Konstruktionsspiele, Spiegel, Weltkarten und Baupläne geben den Kindern Möglichkeiten der räumlichen Vorstellung.

Wir unterstützen die kindliche Neugier und die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen. Gemeinsam versuchen wir Zusammenhänge zu ergründen. 
Becherlupen, Mikroskope, Wassergefäße animieren die Kinder zu Beobachtungen in der Natur. Das Spiel im Freien und unsere Ausflüge in den Wald und Park bieten den Kindern immer neue Entdeckungen und Schlussfolgerungen. Wir unterstützen und fordern die Mädchen und Jungen heraus, eigenständige Erfahrungen zu machen und Lernprozesse selbst zu organisieren.

Unsere Bücher, Bilder, Spiele und Fotos zu Natur und Technik, Besuche im Museum und Planetarium vertiefen diese Beobachtungen und Erfahrungen.

 

Darstellen und Gestalten


Darstellen und Gestalten ermöglichen den Kindern, Erfahrungen innerlich zu verarbeiten und auszudrücken. Das Rollenspiel und kreative Tätigkeiten sind eng mit dem Verstehen und der Konstruktion des eigenen kindlichen Weltbildes verbunden.

Im darstellenden Spiel erleben sich die Kinder als Teil der sozialen Gemeinschaft, entwickeln Verantwortung und Solidarität, Rücksichtnahme und Fairness. Sie schulen ihre Sinne und die Phantasie.

Durch ein vielfältiges und wechselndes Angebot an Spielutensilien und Materialien unterstützen wir die darstellerische und gestalterische Entwicklung jedes Kindes. Dabei berücksichtigen wir die momentanen Themen und Bedürfnisse der Jungen und Mädchen. Zur Förderung der Phantasie und Eigenaktivität bieten wir den Kindern zweckfreie Materialien an.

Podeste, Rückzugsmöglichkeiten und Spielecken regen zum selbst initiierten Spiel an. 
Mit angeleiteten Kreis- und Rollenspielen und kleinen Vorführungen zu Festen und Feiern lernen die Kinder sich auszudrücken und darzustellen. Ihr Selbstvertrauen wird gestärkt. 
Wir bieten den Kindern im Außengelände Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Kommunikation und zum selbstorganisierten Spiel. Spielhäuschen, transportable Zäune, Tische und Stühle, Puppenwagen, Fahrzeuge, Decken laden zu unterschiedlichsten Aktivitäten ein; ein Schiff und eine Aussichtsplattform sowie Hecken und Bäume animieren die Kinder im kreativen Spiel.

Eine große Tafel, Seile, Sand und Wasser regen die Mädchen und Jungen zum bildnerischen und kreativen Gestalten im Freien an.

Die Arbeiten der Kinder behandeln wir wertschätzend. Wechselrahmen und geeignete Flächen nutzen wir zur Präsentation. Eine Werkstatt mit verschiedenen Werkzeugen und Möglichkeiten zur Holzbearbeitung ergänzt unser Angebot. Die Vorschulkinder besuchen regelmäßig die Kunstschule und machen hier Erfahrungen mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien.

Wir machen die Kinder durch Bücher und Bilder, Museums- und Kirchenbesuche vertraut mit Kunstwerken.

 

Eingewöhnung und Übergänge


Eine behutsame Eingewöhnung ist wichtige Grundlage für das Wohlbefinden des Kindes in unserer Einrichtung.

Schrittweise sollen die Kinder ankommen dürfen und eine Beziehung zu der Gruppenerzieherin aufbauen. Kontinuität, liebevolle Zuwendung und Verlässlichkeit der Erzieherinnen geben Kind und Eltern Vertrauen und Sicherheit.

Die Länge der Eingewöhnungszeit entscheidet die Erzieherin mit den Eltern durch intensives Beobachten.

 

Bis zum Jahr vor der Einschulung wird das Kind von der gleichen Erzieherin in einer altersgemischten Gruppe begleitet. Mehr und mehr werden Räume und Angebote für alle Kinder geöffnet, die Kinder lernen sich zu orientieren und Entscheidungen zu treffen. Im Jahr vor der Einschulung wechseln die Kinder in die Vorschulgruppe. Das wachsende Interesse und die Selbstständigkeit der Kinder unterstützen und fördern wir durch entsprechende Bildungsangebote und Herausforderungen.

 

Den Kindern wird der Übergang zur Schule durch viele Kontakte und gemeinsame Zeit mit unseren Hortkindern erleichtert. Mit dem Besuch der Kunstschule und Schnupperstunden in den nahe gelegenden Grundschulen geben wir den Kindern frühzeitig einen Einblick in den Schulalltag und unterstützen die Neugierde und Vorfreude.

 

Beobachtung und Dokumentation


Beobachtung und Dokumentation sind Grundlage für die individuelle Förderung der Kinder und die gruppendynamische Begleitung. Wir beobachten und dokumentieren die Bildungsprozesse und die Entwicklung jedes Kindes. Mit regelmäßigen Beobachtungen durch die Gruppenerzieherin werden Entwicklungsschritte, Vorlieben und Stärken jedes Jungen und Mädchens erkannt. Wir unterstützen uns in der gezielten Beobachtung der Kinder im Team. In der Auswertung und fachlichen Beratung entwickeln wir individuelle und fördernde Angebote.

Das vom Land Brandenburg vorgegebene Instrument der „Grenzsteine“ und Entwicklungsbögen werden zur Beobachtung und Dokumentation verwendet und sind Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche.

Die Entwicklung jedes Kindes, dessen Arbeiten und Fotos werden in den Portfoliomappen gesammelt und sind jederzeit für das Kind und deren Eltern zugänglich.

In Wanddokumentationen, die regelmäßig aktualisiert werden, machen wir unsere pädagogische Arbeit transparent. Eine Kita- Chronik gibt Auskunft über die Projekte und Aktionen der Kita.

 

Unser Hort


Kinder und  Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden. Man muss sie auch gehen lassen. Jean Paul

Die Kinder kommen selbstständig von der Schule in unseren Hort, der offen ist für Kinder der 1.-4.Klassen der Bruno-H.-Bürgel-Schule. Die Erstklässler werden bis zu den Herbstferien auf ihrem Weg von uns begleitet.

Das gemeinsame Mittagessen stärkt bei den Kindern das Gemeinschaftsgefühl und bietet Zeit für Gespräche und Austausch. 

Nach einem anstrengenden Schultag, in dem Lernstoff direkt vermittelt wird, haben die Kinder nun die Möglichkeit ihren individuellen Lerninteressen und Bedürfnissen eigenständig nachzugehen.

Den Kindern stehen zur freien Verfügung: 
• Verschieden Räume und Funktionsecken für vielfältige Spiel- und Lernmöglichkeiten 
• Ein gemütlicher Raum zum Entspannen 
• Eine Bücherecke zum Stöbern und der Lust am Lesen 
• Eine Werkstatt zum kreativen Gestalten 
• Der Turnraum und das Freigelände zur Förderung des Körperbewusstseins und der Freude an Bewegung 
• Experimentiermaterialien, mit denen die Kinder ihrem Wissensdurst und der Freude am Ausprobieren nachgehen können.

In wöchentlichen Hortkonferenzen lernen die Kinder ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit zu stärken, eine gute Selbst- und Fremdwahrnehmung und lösungsorientiert mit Problemen umzugehen. Aktuelle Themen werden besprochen, Regeln ausgehandelt und die Team- und Gruppenfähigkeit gestärkt. 

Verschiedene Angebote fordern die Jungen und Mädchen zur Entscheidungsfähigkeit heraus und motivieren sie, sich auf Neues einzulassen und ihre Ideen und Stärken einzubringen.

Im selbstorganisierten Freispiel lernen die Kinder sich auszudrücken, Ideen einzubringen, umzusetzen und ihren eigenen Standpunkt zu vertreten. Sie verarbeiten Erfahrungen und Erlebnisse und eignen sich vielfältige soziale und sprachliche Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit den Gleichaltrigen an. 

Zur Erledigung der Hausaufgaben bieten wir den Schülern den entsprechenden Raum und unsere Unterstützung an.

Die Horterzieherin sieht sich als begleitende Person, die das Kind in seiner Entwicklung unterstützt, Anregungen zur Freizeitgestaltung gibt und dem Kind die Möglichkeit bietet, seine Freizeit selbst zu organisieren. 

 

Zusammenarbeit mit Eltern

 

Unsere Kindertagesstätte ist eine familienergänzende Einrichtung. Die Kooperation mit den Eltern ist uns sehr wichtig.

Eltern und Erzieher sind verlässliche Partner, die sich vertrauensvoll und wertschätzend begegnen und das Kind gemeinsam in seiner Entwicklung begleiten.

Wir bieten den Eltern einmal jährlich Entwicklungsgespräche über ihr Kind an. Ein regelmäßiger Informationsaustausch findet in „Tür- und Angelgesprächen“ statt. Wir geben bei Bedarf Unterstützung in pädagogischen Fragen.

In Konfliktfällen sind wir zum Wohle des Kindes um einen Konsens bemüht.

Durch vielfältige Dokumentationen machen wir unsere pädagogische Arbeit für die Eltern transparent.

Nach vorheriger Absprache besteht für die Eltern die Möglichkeit in der Gruppe des Kindes zu hospitieren.

Gemeinsame Feste, Gruppennachmittage und Elternabende geben den Eltern Gelegenheit, uns kennen zu lernen und sich auszutauschen.

Thematische Elternabende und geben Einblick in den Kita- Alltag und unterstützen die Eltern bei Erziehungsfragen.

Projekte, Feste und Feiern planen wir gemeinsam mit den Eltern. Mit viel Engagement beteiligen sich Eltern an der Vorbereitung und Gestaltung des Sommerfestes, des Märchenstückes zum Fasching und anderen Aktivitäten. Sie bringen sich gerne mit Ihren besonderen Fähigkeiten und Ideen in Projekte und im Alltag ein. Durch gemeinsames Tun wachsen Verständigung und Zusammenhalt, Vertrauen und Verständnis füreinander. Elternbefragungen helfen uns beim Überdenken und der Verbesserung unserer Arbeit.

Die gewählten Elternvertreter bringen Belange der Eltern im Kita- Ausschuss ein.

Der Förderverein „Freunde und Förderer der Kita St. Antonius“ wird von engagierten Eltern getragen und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kita. Er unterstützt uns finanziell, ermöglicht Ausflüge und Aktionen. Er übernimmt Kosten für Eintritte und Aufführungen und unterstützt bei Bedarf sozial schwache Familien. Zweimal jährlich organisiert der Vorstand des Fördervereins Trödelmärkte auf unserem Gelände und leistet damit einen großen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit.
 

Zusammenarbeit im Team und Qualitätsentwicklung


Die Erzieherinnen unserer Kita bilden ein verlässliches Team, das durch Hauswirtschaftskräfte, FSJler, Praktikanten und sich ehrenamtlich engagierende Personen erweitert und bereichert wird.

Alle bringen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen zum Wohl der Kinder ein. Unser Miteinander ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit. 
Wir pädagogischen Mitarbeiterinnen planen gemeinsam in regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen. Wir unterstützen uns durch kollegiale Beratung bei Beobachtungen und deren Auswertungen. In wöchentlichen Dienstbesprechungen reflektieren wir unsere Arbeit und suchen gemeinsam Problemlösungen.

Wir dokumentieren und werten unsere Arbeit aus, um sie kontinuierlich zu verbessern und Fehler zu vermeiden.

Durch Teamweiterbildung und individuelle Fortbildung erweitern wir unser Fachwissen. In der Evaluation überdenken wir unsere Arbeit und entwickeln sie weiter.

In der Kooperation mit den Eltern ist das Team offen und dankbar für Anregungen, Unterstützung und ein Feedback. Nur gemeinsam gelingt eine optimale Begleitung der Kinder.

Termine/Infos

08. September - Samstag Trödelmarkt

17. September - Montag
Träger-Team-Tag

weitere Termine unter Termine

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Verein der Freunde und Förderer der Kindertagesstätte St. Antonius e.V.